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Die Geschichte der spagirischen Heilmittel

Graf Cesare Mattei (1809-1896)
Graf Cesare Mattei (1809-1896)

Es begann in Italien
Der Ursprung der ISO-Arzneimittel begann bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit dem italienischen Gelehrten Graf Cesare Mattei aus Bologna. Er entwickelte die von ihm als „Elektro-Homöopathie“ benannte Therapie, auf deren Basis noch heute die JSO-Komplex-Heilweise beruht. Mattei nahm sowohl Anregungen aus der spagyrischen Richtung von Paracelsus als auch Grundprinzipien der Homöopathie auf. Doch in erster Linie stützte er sich bei der Entwicklung der Elektro-Homöopathie auf eigene Erfahrungen.
Mattei war beeindruckt von der sehr schnellen Wirkung seiner Mittel. Sie glich aus seiner Sicht der Geschwindigkeit des elektrischen Stroms. Durch die Tatsache, dass sein Heilsystem Gemeinsamkeiten mit der Homöopathie aufwies, wählte er den Namen „Elektro-Homöopathie“.
Bei der Entwicklung seiner Arzneimittel ging Mattei davon aus, dass es neben äußeren Verletzungen nur zwei Ursachen von Krankheiten gibt: Störungen des Blutes und der Lymphe. Dies führte zur Einteilung seiner Mittel in solche, welche die Blutzirkulation und die Blutzusammensetzung korrigieren und solche, welche bei Krankheit der Lymphe zum Einsatz kommen. Diesen übergeordneten Mitteln stellte Mattei spezifische Organmittel zur Seite, mit denen gezielt einzelne Organe wie Lunge oder Darm beeinflusst wurden.
 

Theodor Krauß (1864-1924)
Theodor Krauß (1864-1924)
Von Bologna nach Regensburg
Anfang der 1880er Jahre wurde in Regensburg ein „Consortium für Elektro-Homöopathie“ zum Vertrieb der Arzneimittel des Grafen Mattei gegründet. Diesen Vertrieb übernahm im Jahre 1883 die Regensburger „Apotheke zum Goldenen Engel“.
Zu dieser Zeit kam Theodor Krauß, dessen Großvater ein Schüler Hahnemanns war, in ersten Kontakt mit der Elektro-Homöopathie. So blieb es nicht aus, dass Krauß in den Jahren 1885 bis 1896 einen engen Kontakt zu Mattei pflegte. Im Jahre 1890 übernahm Krauß die Leitung des „Consortiums“, welches zu dieser Zeit für die Herausgabe von Literatur und die Betreuung Hilfesuchender zuständig war.

Johannes Sonntag (1863-1945)
Johannes Sonntag (1863-1945)
Im Jahr 1891 erwarb Johannes Sonntag (1863-1945) die „Apotheke zum Goldenen Engel“ und somit gleichzeitig das Recht zum Vertrieb der „Elektrohomöopathischen Mittel“ von Mattei, die er, nach einem 1897 geschlossenen Vertrag allein vertreiben konnte. Als im 1. Weltkrieg die Lieferungen aus Italien ausblieben, wurden die Originalrezepturen zunächst in Lizenz produziert. Doch schließlich wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Theodor Krauß und Dr. med. Johannes Dingfelder das System von der Mattei´schen Basis bis zur heutigen JSO-Komplex-Heilweise (JKH) weiterentwickelt.
Ein Jahr vor dem Tod von Theodor Krauß gründete Johannes Sonntag im Jahr 1923 das JSO-Werk in Regensburg und erweiterte kontinuierlich das Spektrum naturheilkundlicher Präparate. Als Johannes Sonntag starb, wurden die Geschäfte von seinem Sohn Fritz Sonntag weitergeführt.
Der Apotheker Walter Hagen, ein Enkel von Johannes Sonntag, übernahm Ende der 60er Jahre die Geschäfte und führte das Unternehmen bis zu seinem Tod im Jahre 1987.

Von Regensburg nach Ettlingen
Um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, wurde noch im selben Jahr das JSO-Werk von der Firma Dr. Willmar Schwabe in Karlsruhe übernommen und selbstständig weitergeführt. 1993 zog die ISO-Arzneimittel GmbH & Co. KG von Regensburg nach Ettlingen, wo sie jetzt ihren Sitz hat.
 

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