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Was steckt hinter Mundgeruch? oder

"Alles was nicht raus kann, stinkt."

Was steckt hinter Mundgeruch?

Wir ahnen davon oft nichts, denn wir können den eigenen Mundgeruch nicht wahrnehmen. Das Thema ist heikel und auch Außenstehende sprechen uns darauf nicht an.
Eine Ursache für den Mundgeruch sind Fäulnisprozesse, Entzündungen und Eiterungen in der Mundhöhle. Nahrungsreste in Zahnfleischtaschen werden zersetzt und es entstehen übelriechende Schwefelverbindungen. Verantwortlich dafür sind Bakterien im Zahn- und Zungenbelag, besonders auf dem hinteren Teil des Zungenrückens.
Mit sorgfältiger Mundhygiene, welche die Räume zwischen den Zähnen und die Zunge reinigt, sorgen wir oft schon für Besserung und Abhilfe. Oft reicht auch schon ausreichendes Trinken von Wasser oder Tee aus, um den Mundgeruch durch Speisen oder trockene Mundschleimhäute zu beseitigen. Auch mit der Behandlung von Karies und Parodontitis beseitigen wir nicht nur den Mundgeruch, sondern beugen auch weiteren Infektionen vor.

Entzündungen und Eiterungen im Mund-Nasen-Rachenraum haben ähnliche Effekte: Mundgeruch tritt bei Kieferhöhlen-, Nasennebenhöhlen- und Mandelentzündungen auf.
Aussackungen in den Bronchien als Folge von Masern oder Keuchhusten bieten durch Schleimansammlungen einen guten Nährboden für Infektionen. In Aussackungen der Speiseröhre (Ösophagus-Divertikel) können sich Essensreste ansammeln und chronischen Mundgeruch hervorrufen.

Auch Magenerkrankungen wie eine Schleimhautentzündung (Gastritis), ein Magengeschwür (Ulkus) oder Magenkrebs können sich durch Mundgeruch beim Aufstoßen äußern.
Nach Aussagen von Heilpraktikern stammen etwa 80 % der Ursachen aus dem Bauch und sind meist auf Leber-Galle-Probleme zurückzuführen. Dies kann zu einer Verstopfung und anderen Darmproblemen führen.

Details lesen Sie im Fachkreis-Bereich.

Weitere Ursachen für unseren Mundgeruch können eine Fastenkur sein. In Hungerzeiten schaltet der Stoffwechsel um und die Leber baut Fettsäuren zu Ketonkörpern zur Energiegewinnung um. Der Ketonkörper Aceton wird über die Lunge und den Urin ausgeschieden. Nimmt die Bildung von Ketonkörpern überhand, kommt es zur metabolischen Azidose, die in ein lebensbedrohliches Koma mündet. Bei Bewusstlosen mit unbekannter Vorgeschichte gibt Acetongeruch einen Hinweis auf ein diabetisches Koma, während ein süßlich-fauliger Geruch nach Erde auf ein Koma durch akutes Leberversagen hindeutet. Bei einer Urämie riechen Atem und Körper nach Urin.
Gar nicht so selten nehmen Patienten einen Mundgeruch wahr, der in Wirklichkeit nicht vorhanden ist. Dies kann bis hin zu einer Angsterkrankung gehen und kann eine psychologischen Behandlung erfordern.

Wie sich Mundgeruch in der Diagnostik verwenden lässt.

 

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